Tagesberichte – Von Graz nach Bleiburg – 29.05.2019 – 03.06.19

Tag 20: 03.06.2019, Montag

Von Lavamünd nach Bleiburg. Strecke 22,4 km. Gehzeit 5:45 h. Aufstieg 970 m. Abstieg 820 m. Sonniges Wetter bei 25 Grad.

Um 8.45 h starten wir die letzte Etappe in den lavantiner Alpen. Es ist sonnig, bald bei 25 Grad. Nach Bleiburg gehts aber direkt hoch für gut 2 Stunden, dann für eine weitere Stunde rauf und runter in der Höhe. Die Abschnitte in der Sonne sind anstrengend, zum Glück ist dort viel Wald. Im Schatten ist es angenehm. Immer wieder unangenehm sind bellend, aggressive Hunde, die sich uns nähern. Einkehrmöglichkeiten gibt es keine. Die Grenze nach Slowenien ist nah. An einem Grenzstein gehen wir auch ein paar Schritte nach Slowenien rein. Wir befinden uns auf der gelb/blau markierten Südalpenroute 03. Beim Abstieg nach Bleiburg haben wir Probleme, in dem dichten Waldgebiet den Weg zu finden. Wir machen so zusätzliche 3 km. Um 15.00h kommen wir in der Brauereigaststätte Breznik an und freuen uns nun auf das Bier. Morgen beginnen wir mit dem Karawankenweg den dritten von elf Streckenabschnitten auf dem Weg von Wien nach Nizza.

Nur ein Schritt nach Slowenien

Tag 19: 02.06.2019, Sonntag

Von Wolfsberg nach Lavamünd durch das untere Lavanttal. Strecke 31,4 km. Gehzeit 6:45 h. Aufstieg 260 m. Abstieg 500 m. Sonniges Wetter bei über 20 Grad.

Wir starten um 09.00 Uhr bei sonnigem Wetter. Da der direkte und logische Weg nach Süden über die Koralpen Hütte und den Speikkogel nicht machbar ist, steht heute ein langer „Talhatscher“ an. Der meterologische Sommeranfang macht seinem Namen alle Ehre. Wir gehen in kurzer Hose und die meiste Zeit im T-Shirt. Der Weg führt ohne nennenswerten Höhenunterschied an der unteren Lavante immer den Fluß entlang bis zu ihrer Mündung in die Drau. Es ist, gemessen an den Kilometern, eine lange Etappe. Um 17.30 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft in Lavamünd. Die Grenze nach Slowenien ist nur ein paar Schritte entfernt. Einziger kultureller Höhepunkt unterwegs ist das eindrucksvolle Benediktinerkloster St. Paul. Dort im Ort kehren wir zu einem Mittagessen ein. Nach soviel Talwanderung freuen wir uns nun auf die Höhen in den Karawanken. Sowohl die Eisenkappler Hütte als auch das Koschutahaus haben schon geöffnet. Die Übernachtungen sind dort für uns auch schon reserviert. A Propos Übernachtung: Als wir in Lavamünd vom Abendessen zurück in unser Unterkunft kommen, liegt im Zimmer im Bett von Alex ein fremder Mann. Er lässt sich kaum aufwecken, hat die Matratze und das Kissen schon vollgesappert. Er ist wohl mit einer Droge zugedröhnt. Mit viel Mühe können wir ihn hinauskomplementieren und schließen anschließend unser Zimmer ab.

Tag 18: 01.06.2019, Samstag

Von der Göslerhütte nach Wolfsberg. Strecke 20,2 km. Gehzeit 5.15 h. Aufstieg 420 m. Abstieg 1340 m. Sehr kalt, windig und bewölkt bis nach dem Mittag, dann sonnig und angenehm in der Talhöhe.

Wir hatten auf sonniges Wetter gehofft. Beim Start um 8.45 h war es aber kalt bei einem schmerzenden Wind und bedecktem Himmel. Es wurde uns immerhin warm, als es am Skiberg gleich in die Höhe ging. Vorbei an den Windräder mit Blick auf schneebedeckten Gebirgszüge. Oberhalb der Baumgrenze auf 1.800 m lagen noch Schneereste. Nach 2 Stunden begann der Abstieg, zuerst entlang eines Baches mit viel Matsch. Überhaupt lief viel Wasser die Berge herunter, vom schmelzenden Schnee oder vom Regen. Angenehmer waren da die Wege über die Wiesen. Da hatte uns unser steirischer cucucus alpae lavantinae, also unser lavantinischer Alpenkuckuck, den wir die letzten 4 Tage häufig hörten, verlassen. Vielleicht deshalb, weil wir nun in Kärnten sind. Leider keine Einkehrmöglichkeit unterwegs. So gingen wir konstant weiter und kamen über lange Wege gegen 15.00h oberhalb von Wolfsberg an. Da war es endlich warm und sonnig. Jetzt haben wir seit Wien schon 300 km zurückgelegt

Der Grosse Speikkogel
Es gab auch Buntes unterwegs

Tag 17: 31.05.2019, Freitag

Vom Gasthof Klugbauer zur Göslerhütte auf den Weinebene Pass. Strecke 22,1 km. Gehzeit 6:30 h. Aufstieg 1290 m. Abstieg 630 m. Wetter: bewölkt aber trocken – für die Jahreszeit viel zu kalt.

Wir starten um 09.15 Uhr. Es ist frisch und bewölkt. In stetigem Anstieg geht es auf den Reinischkogel. Dann hinunter zur Hebalmstrasse. Dort machen wir in einer Alm Wirtschaft eine Brotzeit. Dann besteigen wir den Weberkogel (1815 m) und den Gipfel der Handalm. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf den noch tief verschneiten Großen Speikkogel. Es wird sofort klar, warum wir unser Tour umplanen müssen. Um 17.30 Uhr erreichen wir die Göslerhütte auf der Weinebene. Die Weinebene hat nichts mit dem Rebensaft zu tun. Sie bezeichnet den Pass zwischen Deutschlandsberg in der Steiermark und Wolfsberg in Kärnten. Die Göslerhütte liegt schon in Kärnten. Zum Beginn der Sommersaison sind wir die ersten und wieder mal die einzigen Gäste.

Vor dem Grossen Speikkogel
Knapp überlebt

Tag 16: 30.05.2019, Donnerstag

Von Söding/Pichling zum Gasthof Klugbauer. Gehzeit 4:30 h. Strecke 16,8 km. Aufstieg 860 hm, Abstieg 170 hm. Die ersten zwei Stunden Nieselregen, dann bewölkt und trocken, 12-15 Grad.

Im Nieselregen ab 09:00 Uhr wandern wir durch flaches Gelände mit einigen schönen alten Häusern in Richtung Süden. Nach fast 2 Stunden hört der lästige Regen auf. Es bleibt aber bewölkt, die Sonne zeigt sich nicht und es ist erfrischend kühl (12-15 Grad). Dann gehts auf schlammigen Waldwege und einigen Fahrstrassen für gut 3 Stunden meist steil bergauf. Erst weiter oben werden die Wege trockener. Ein paar kleine Bäche überquert und einige schöne (oft nebelverhangene) Ausblicke übers Tal, den Schöckl und die Berge, die in den letzten 14 Tagen auf unseren Weg lagen. Um 14.45h oben auf dem Berg und mitten im Wald gelegen bei der Unterkunft angekommen.

Trinkpause nach dem Regen

Tag 15: 29.05.2019, Mittwoch

Von Graz nach Söding/Pichling. Gehzeit 5:45 h. Strecke 22,4 km. Aufstieg 610 hm, Abstieg 660 hm. Den ganzen Tag ist es regnerisch.

Wir starten um 09:00 Uhr von Beginn an mit Regenschutz. Die Wetterprognose ist schlecht. Tatsächlich regnet und tröpfelt es dann auch den ganzen Tag. Die ersten Kilometer gehen wir durch die Stadt, dann führt der Weg in den Wald über feuchte und teilweise matschige Pfade. Die Tour heute gleicht eher einer Mittelgebirgswanderung als einem Alpenmarsch. Dennoch zieht sich die Strecke im Regen relativ lange hin. Wir gehen praktisch ohne Pause. Kurz vor dem Ziel bleibt Rudi mit seiner Überjacke an einem Straßenschild hängen und reist sich ein großes Loch hinein. In einem Motorradladen am Wegesrand wird der Schaden mit Klebeband provisorisch behoben. Um 15:45 Uhr kommen wir in unserer Unterkunft an.

Gut gelaunt im Regen
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Tagesberichte – Von Wien nach Graz – 15. – 28.05.2019

Tag 14: 28.05.2019, Dienstag

Ruhetag in Graz. Es ist regnerisch ohne Sonne. Wir besichtigen die Stadt, sammeln Kräfte und ergänzen die Ausrüstung und die Rucksackapotheke. Die Bekleidung erfährt eine Handwäsche und teilweise im Waschsalon bei niedriger Einheitstemperatur einen Maschinenwaschgang – alles in einer Trommel. Wegen der Schneelage und noch geschlossenen Hütten müssen wir umplanen. Die nächsten Tage geht es über die Koralpen/Lavanttaler Alpen nach Bleiburg und dann über den Karawanken Höhenweg zu den Karnischen Alpen.

Tag 13: 27.05.2019, Montag

Vom Schöckl hinunter nach Graz. Gehzeit 4.30 Std. Strecke 19,9 km, Aufstieg 240 hm, Abstieg 1340 hm. Bewölkt und regnerisch.

Um 9.00 h gehts los vom Schöckl bei neblig/diesigem Wetter. Zuerst über Almwiesen, dann durch Wald geht es stetig runter ins Tal. Zwischendurch auch längere Strecken auf Teerstrassen. Dann kurzzeitig leichter Regen. Immer abwärts, was kräftig auf die Knie geht. Zum Glück ist der Boden trocken. Nach 3 Stunden führt uns der Weg im Wald bergauf, damit wir später in einer Abkürzung schneller nach Graz kommen. Um 13.30h fängt es an zu regnen und wir gehen in ein Kaffeehaus in einem Einkaufszentrum und essen und trinken eine Kleinigkeit. Leider hat sich das Wetter nicht gebessert und so gehen wir eine Stunde lang im Regen entlang der lauten und vielbefahrenen Ausfallstrasse in den Randbereich des Zentrums, wo wir um 15.30 h in unserem Hotel ankommen. Seit Wien haben wir nun 215 km, gut 8.400 hm im Aufstieg und gut 8.150 hm im Abstieg zurückgelegt, was etwa 10% der geplanten Route entspricht.

Tag 12: 26.05.2019, Sonntag

Von Passail auf den Schöckl. Gehzeit 3:35 Std. Strecke 13,3 km, Aufstieg 890 hm, Abstieg 150 hm. Schön und trocken.

Wir starten um 08:30 Uhr bei gutem Wetter. Heute geht es auf den Schöckl, den Hausberg von Graz. Inzwischen läuft die morgige Vorbereitung schon nach eingeübten Routinen ab. Auch die Handwäsche der Socken und Unterwäsche am Nachmittag gehört zum wiederkehrenden Programm. Wir sind schon ein eingespieltes Team. Im Bereich des Schöckl ist viel Betrieb. Viele nutzen das schöne Wetter für einen Sonntagsspaziergang. In der Ferne grüßen die noch verschneiten Gipfel der Hochschwabgruppe. Unsere heutige Tour endet gegen 13:15 Uhr.

Kapelle auf dem Schöckl

Tag 11: 25.05.2019, Samstag

Vom Straßeggwirt nach Passail. Gehzeit 4:45 Std. Strecke 18,4 km, Aufstieg 590 hm, Abstieg 1060 hm. Sonnig bis 23 Grad.

Wir starten um 8:30 h bei klarem und sonnigen Wetter mit guter Fernsicht auf 1.150 m. Es geht gleich eine gute Stunde lang steil und direkt hoch. Anschließend immer rauf und runter durch Wälder und Wiesen, bis wir nach gut 3 Stunden auf der Sommeralm in Höhe von 1.400m Höhe ankommen. Die Sommeralm gilt als größte alpine Weidefläche Europas. Einige Spaziergänger, ein paar Pilger und relativ wenige Kühe/Rinder sind zu sehen. Es ist wohl noch zu kalt, um die Kühe auf die weiten Wiesen zu treiben. Wir wären gerne irgendwo eingekehrt, aber da gab es nichts. So steigen wir fast 1.000 m runter, teilweise steil, wobei es immer wärmer wird. Kurz vor Passail (im Tal) gehen wir entgegen der Empfehlung des Track auf der ruhigen Teerstrasse für ca. 2,5 km. Um 13:45 h nahmen wir in einem Gasthof doch noch ein Getränk. Die Sonne brennt inzwischen kräftig runter. Um 15:00 h kommen wir dann beim Knödelzeitwirt am Hauptplatz von Passail an.

Tag 10: 24.05.2019, Freitag

Von Gasthaus auf der Schanz zum Straßeggwirt. Gehzeit 3:15 Std. Strecke 13,5 km, Aufstieg 450 hm, Abstieg 380 hm. Sonnig bis 17 Grad.

Wir starten um 09:00 Uhr. Bei gutem Wetter und erstmal ungetrübtem Sonnenschein geht es mit mäßigen Auf- und Abstiegen in einer Erholungstour zum Straßeggwirt. Wir bewegen uns zwischen einer Höhe von 1100 m und 1400 m. Auf unserem heutigen Weg laufen der Zentralalpenweg 02 und der Mariazeller Pilgerweg zusammen. Heute begegnen wir auch einigen Pilgern. An unserem Tagesziel, dem urigen Straßeggwirt, kommen wir gegen 14.00 Uhr an.

Wegkreuze am Mariazeller Pilgerweg

Tag 9: 23.05.2019, Donnerstag

Von der Roseggerhütte zum Gasthaus an der Schanz. Gehzeit 4:45 Std. Strecke 20,2 km, Aufstieg 530 hm, Abstieg 940 hm. Sehr kalt/eisig/Sturm am Morgen, dann kühl (12 Grad) mit kaltem Wind.

Start um 8.45 h in voller Montur bei dem gleichen grässlichen Wetter wie gestern. Extrem kalt, stürmisch, schwer geradeaus zu gehen. Wir gehen so schnell als möglich, um die fast baumlose Hochebene zu verlassen. Entlang schnell drehender Windräder und mit Blick auf die verschneite Kette der Tauern schaffen wir es endlich nach 45 Minuten. Dann zwischen Bäumen, die den Wind etwas abmildern, geht es fast 3 Stunden abwärts. Jetzt gibt es keine Schneefelder mehr, es ist aber weiterhin kalt und windig. Unten im Tal beim Schlagoberswirt kehren wir um 11.30 h ein, essen eine Suppe und trinken einen Kaffee. Aufgewärmt gehts dann über den Berg, mehr oder weniger direkt hoch und wieder runter. Wir treffen niemanden unterwegs, obwohl wir uns auf dem gut markierten Zentralalpenweg 02 und dem Mariazeller Pilgerweg befinden. Endlich werden die Temperaturen etwas angenehmer mit etwas Sonne, aber immer noch Wind und weiterhin kalt. Ein paar schöne Ausblicke über die umliegenden flachen Berge. Um 14.45 h Ankunft kommen wir am urigen Gasthof an der Schanz an. Wie schon im Roseggerhaus sind wir auch im Gasthof auf der Schanz die einzigsten Gäste.

Tag 8: 22.05.2019, Mittwoch

Von Steinhaus am Semmering zur Roseggerhütte. Gehzeit 4:30 Std. Strecke 15 km, Aufstieg 1060 hm, Abstieg 320 hm. Kalt, Sturm und Regen. Temperatur 3 bis 8 Grad.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Einstieg zu finden, geht es heute um 08.30 Uhr los. In stetigem Anstieg erreichen wir das Stuhleck, mit 1782 m die höchste Erhebung der Fischbacher Alpen. Zunächst ist es bewölkt und trocken. Sobald wir über der Baumgrenze sind, beginnt es zu regnen, dann kommt Sturm auf, der sich zu einem wahren Orkan mausert. Zudem wird die Sicht schlecht und wir kommen in den Schnee. Ausser uns ist niemand unterwegs… sehr nachvollziehbar. Erstmals sind wir alpinistisch herausgefordert. Die gute Ausrüstung hilft uns, das gut zu überstehen. In den nächsten 5 Tagen werden wir den ganzen Gebirgszug überschreiten und dann in der steirischen Landeshauptstadt Graz ankommen. Wir hoffen auf Wetterbesserung. Heute ist das Schutzhaus am Stuhleckgipfel leider geschlossen. Wir marschieren deshalb im schweren Sturm und schlechter Sicht gleich weiter. Es ist nicht einfach, einfach geradeaus zu gehen. Die Markierungen immer fest im Auge, geht es leicht abwärts in Richtung Roseggerhaus (1586 m). Wie der Name verrät, betreten wir die Heimat des bekannten steirischen Schriftstellers Peter Rosegger (Waldheimat, Waldbauernbub). Beiderseits des Weges stehen viele Windräder zur Stromerzeugung. Da geht heute was. An der Hütte kommen wir gegen 14.00 Uhr an. Die Hütte ist gemütlich, die Wirtsleute freundlich. Die Wirtin klagt über den schneereichen Winter. Uns könnte das noch in den höheren Lagen der Karawanken und karnischen Alpen Probleme bereiten.

Schnee auf dem Weg zum Stuhleck
Rudi, gut gelaunt im Sturm

Tag 7: 21.05.2019, Dienstag

Von Payerbach nach Semmering/Steinhaus. Gehzeit 4:45 Std. Strecke 15,4 km, Aufstieg 1010 hm, Abstieg 640 hm. Kalt, Vormittags Nieselregen, kalter Wind, Temperatur 12 bis 15 Grad.

Start um 09.00 Uhr bei angenehm kühlen, aber sonnigen Wetter. Bald ziehen Wolken auf und wir nutzen im Nieselregen unsere Regenkleidung. Der starke Wind ist nicht angenehm. Heute überqueren wir zwei Kuppen, also 2x steiler und direkter Aufstieg und gemütlicherer Anstieg meist auf ganz schmalen Pfaden durch Waldgebiete. Auch heute ist uns kein einziger Wanderer/keine einzige Wanderin begegnet. Keine Gelegenheit, Mittags irgendwo einzukehren und was zu essen. Ein paar Blicke auf den Schneeberg, dessen Spitze aber in den Wolken verborgen war. Feudale Häuser um die Jahrhundertwende um 1900 in Semmering, so auch ein grosses Hotel der Eisenbahngesellschaft, die die technisch anspruchsvolle Bahnlinie auf den Semmeringer Berg gebaut hat. Am Semmering verlassen wir Niederösterreich und kommen in die Steiermark. Rudi hat in seinem Kommot eine männliche Stimme eingestellt, so dass wir Anweisungen nicht 4 oder 6x von einer Dame erhalten. Verblüffend ist, dass die männliche Stimme zwar alle wichtigen Hinweise gibt, aber gut ein Viertel weniger spricht als die weibliche Stimme. Der Grund ist uns noch nicht klar. Ab und zu sehen wir die Trasse der Semmering Bahn. Ein technisches Meisterwerk seiner Zeit und inzwischen UNESCO Weltkulturerbe. Mit dem heutigen Tag haben wir in etwa die halbe Strecke von Wien nach Graz zurückgelegt.

Blick auf den bewölkten Schneeberg

Tag 6: 20.05.2019, Montag

Von Grünbach nach Payerbach. Gehzeit 7:10 Std. Strecke 24,1 km, Aufstieg 1240 hm, Abstieg 1280 hm. Erstes Drittel des Marsches trocken, dann Regen, kurze Wetterberuhigung, dann Gewitterregen und zum Schluß wieder trocken. Temperatur 13 bis 19 Grad.

Start um 09.15 Uhr bei bewölktem aber zunächst noch trockenen Wetter. Bis Puchberg am Schneeberg angenehmes Gehen. Beim Aufstieg zum Bürschhof beginnt es zu regnen. Rudi zieht Goretexjacke und Überhose an, Alex begnügt sich mit Regenschirm. Beide Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile. Der Aufstieg zum Bürschhof ist knackig und im Dauerregen nicht sonderlich vergnügliche. Allerdings kommt dann für 15 Minuten an der Hütte die Sonne durch. Wir können unsere Sachen trocknen um dann kurze Zeit später im Gewitterregen wieder patschnass zu werden.

Der Abstieg nach Payerbach erfolgt über den Lackabodengraben und den Mariensteig. Landschaftlich schön. Wir sehen an diesem Tag aber niemand, noch nicht einmal – wie an den Vortagen – lebendige oder tote Blindschleichen. Der Schneeberg, östlichster und nördlichste Zweitausender der Alpen, hüllt sich den ganzen Tag in Wolken. Die letzten Meter gehen entlang der Schwarza. Gegen 18.00 Uhr kommen wir in Payerbach an.

Tag 5: 19.05.2019, Sonntag

Von Maiersdorf/Hohe Wand nach Grünbach. Gehzeit 2 Std. Strecke 8,1 km, Aufstieg 300 hm, Abstieg 200 hm. Trocken und teilweise sonnig. Angenehme Temperatur (so 15 Grad).

Start um 09.30 Uhr bei trockenem und sonnigem Wetter. Raus aus dem kleinen Ort, wobei uns der Track sogar durch eine Scheune mit Kühen geschickt hat und wir dort die Rucksäcke abnehmen mussten, um wieder rauszukommen. Wir fragen uns öfters, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind oder schon Hausfriedensbruch begehen. Solange keine Hofhunde auf uns warten, ist uns das aber ziemlich egal. Entlang der hohen Wand am Hang durch Wälder auf meist sehr schmalen Pfaden. Oft sind es Waldgebiet mit Schwarzkiefern, die „gemolken“ werden. Statt Kautschuk wird der Harz im Eimer gesammelt. Die Rinde wird schichtenweise entfernt und das gut riechende Harz wird aufgefangen. Die UNESCO hat dies als immaterielles Gut bewertet. Dies wird als „pechten“ bezeichnet. Das Harz dürfte in der Kosmetikindustrie Verwendung finden. Beim Abstieg nach Grünbach war dahinter der Schneeberg, natürlich voller Schnee, gut erkennbar, an dem wir morgen vorbeikommen werden. Wegen der kurzen Tagesetappe erreichten wir die Unterkunft in Grünbach schon um 12.00 Uhr.

Tag 4: 18.05.2019, Samstag

Von Berndorf nach Maiersdorf/Hohe Wand. Gehzeit 5 Std. Strecke 19,3 km, Aufstieg 650 hm, Abstieg 560 hm. Trocken und teilweise sonnig. Angenehme Temperatur.

Start um 08. 45 Uhr bei trockenem und sonnigem Wetter. Nach Berndorf führt der Weg gleich in den Wald. Ohne GPS-Tracking oder hochauflösender Wanderkarte wäre die Orientierung sehr schwierig. Es gibt kaum Wegweiser, wir bewegen uns sowohl auf breiten Forststraßen als auch auf überwucherten Steigen, oft sind nur Trittspuren im Gras zu erkennen. Fast sehen wir soviel Blindschleichen wie andere Wanderer. Die Marsch Richtung geht streng nach Süden über Hernstein und Ober Pisting. Über dem Ort tront die stolze Ruine Starhemberg. Als wir das Massiv der Hohen Wand erreichen, wird der Steig alpiner und die Wegeführung einfacher. Nun gibt es gute Markierungen und viele Hinweisschilder. Auf angenehmen Wegen erreichen wir die Unterkunft in Maiersdorf um 15.00 Uhr.

Steig mit Eisenleiter im Bereich der Hohen Wand

Tag 3: 17.05.2019, Freitag

Von Gaaden nach Berndorf. Gehzeit 5.30 Std. Strecke 20,8 km, Aufstieg 890 hm, Abstieg 850 hm. Trocken und teilweise sonnig.

Start um 09.00 Uhr bei trockenem, noch kühlen und sonnigem Wetter. Jetzt kommen die Wanderstöcke zum Einsatz. Rein in den Wienerwald mit mehreren Blicken auf Wien, sofern wir oben auf den Hügeln waren. Wir folgen dem Weg der Via Sacra durch grössere Mischwälder auf teils matschigen und rutschigen Wegen. Oft läuft hier auch ein kleiner Bachlauf. In den Wäldern ist es zeitweise doch deutlich kühler. Wir machen einen Abstecher zum Lindkogel (832 m, beliebtester Ausflugspunkt der Wiener im Wienerwald) und haben eine Suppe zu Mittag. Gleich daneben dann das eiserne Tor. Viele Wiener sahen wir nicht, dafür eine Blindschleiche auf dem Weg. Dann ein langer Abstieg an der Ruine Merkenstein vorbei, wiederum oft auf schlammigen Wegen. Wir sind bestimmt an die 3 km auf solchen Schlammwegen gegangen. Entsprechend sahen unsere Schuhe, die Stockspitzen und die Hosenbeine aus. Vor Berndorf, am Südrand des Wienerwaldes gelegen, kam dann wieder die Sonne raus und um 16:15 h waren wir in unserer Pension Bärenschlössel – einem Stiftungshaus der Familie Krupp.

Das eiserne Tor

Tag 2: 16.05.2019, Donnerstag

Von Liesing nach Gaaden. Gehzeit 4 Std. Strecke 16,3 km, Aufstieg 540 hm, Abstieg 480 hm. Kühl, windig, aber trocken.

Start um 09.30 Uhr. Nach ca 3,5 km verlassen wir den Asphaltschungel der Großstadt. Ein Wiener fragt uns, wo wir hinwollen. Wir genieren uns, noch innerhalb der Wiener Gemarkung unser Wanderziel zu nennen. Das klingt gar zu utopisch. Der Wiener denkt, dass wir ihn veräppeln. Im Landschaftsschutzgebiet Liesing geht es moderate 300 hm im Wald hinauf mit schönen Ausblicken auf Wien. In angenehmer Wanderung geht es zur Teufelsteinhütte. Mittags kehren wir zu einer Suppe in der Franz Ferdinand Hütte am Parapluiberg ein. Der Kachelofen brennt. Auf Teilstücken der Via sacra (Pilgerweg von Wien nach Maria Zell) erreichen wir gegen 15.15 das Gasthaus Krone in Gaaden. Heute bleiben wir trocken. Für die Jahreszeit ist es zu kalt.

Pause am brennenden Kachelofen

Tag 1: 15.05.2019, Mittwoch

Fahrt nach Wien, Start am Stephansdom und nach Südwesten bis in den Stadtteil Liesing, 12,3 km, bescheidene 170 m hoch und 90 m runter

Mit dem Railjet um 9.18 h ab München mit verspäteter Ankunft am Hbf Wien um 14.00 h. Mit der U-Bahn zum Stephansdom und dort dann Startfotos machen. Mit Kollegen von Alex in der Konditorei Aida Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Beginn unseres Alpenspazierganges um 15.00 h. Am Naschmarkt vorbei, durch die Marienhilfer Strasse und den Schlosspark Schönbrunn (mit tollem Blick auf die Stadt sowie nassen Emus) sowie – stets von Kommot geführt – durch unscheinbare Fußwege an den Gärten von Siedlungshäusern vorbei kamen wir zum Gösser Schlössl im Stadtteil Liesing um 17.30h. Das Wetter ist zum Start leider nicht so angenehm mit 8 Grad, wechselnden Regen und starkem Wind. Gerade die letzten 45 Minuten sind nass. Die guten Nachrichten sind aber, dass wir nicht ins Schwitzen geraten sind, unsere Ausrüstung testen könnten und nun wissen, dass alles schnell trocknet. ein Bier und halbe Ente erleichtern dann das Ankommen. Heute beginnen wir mit einem Kalorienüberschuß.

Start am Stephansdom

Ouvertüre

Alex startet die Tour genau an seinem 66. Geburtstag (mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…….). Besonders schön ist, dass wir von den Wiener Kollegen des VOR in einem Kaffeehaus am Stephansdom vor dem Start zu Kaffee und Torte eingeladen werden. Das fängt ja gut an. Auch unsere Wiener Freundin Margarita empfängt uns herzlich vor dem Portal des Doms.

Vorbereitung und Ausrüstung

Vorbereitung

Seit Oktober 2018 hatten wir die Zeit, uns körperlich für unsere Wanderung vorzubereiten und auch die Ausrüstung zusammen zu stellen. Das Zweite hat dabei wesentlich mehr Spass gemacht. Neben Reisen und anderen Dingen haben wir fast täglich morgens Krafttraining (Oberkörper, Rücken, Beine) für ca. 1 Stunde gemacht. In den letzten Monaten kam dann zusätzlich oder stattdessen Bewegung hinzu und Wanderungen erfolgten dann auch mit dem (vollgepackten) Rucksack. Dies diente natürlich zusätzlich dem Testen der Ausrüstung.
Wir haben uns auch mit Komoot vertraut gemacht und Alex hat die ersten Routen dort eingepflegt. Das Programm soll uns zuverlässig führen. Karten in Papierform werden wir nicht mitnehmen. Nach den Monaten der Vorbereitung können wir den Start in Wien nun kaum noch abwarten.

Ausrüstung

Nur wenige vorhandene Ausrüstungsgegenstände können wir nutzen, fast alles haben wir so nach und nach gekauft. Es gab dabei zwei Ziele: Möglichst wenig Gewicht tragen zu müssen und gleichzeitig möglichst wenige Stücke zu haben, die sich aber ergänzen. Leicht und ultraleicht ist aber nicht billig.
Zu entscheiden hatten wir auch, ob wir ab und zu auch im Freien übernachten wollen oder müssen. Dann hätten wir Schlafsack, Luftmatratze und z.B. Zelt/Biwaksack/Tarp weglassen können. Aber wir wären auf zuverlässige Unterkünfte angewiesen, was mehr feste Planungen im Vorfeld bedeuten würde. Wir wollten aber auf diese Option nicht verzichten, um einfach flexibler zu sein, und haben daher von der Wunschvorstellung, nur 5-6 kg (ohne Wasser) auf dem Rücken zu tragen, Abstand genommen. Mehr als 8 kg (ohne Wasser) waren aber immer noch ein ehrgeiziges Ziel.
Wir haben dabei auch unterschiedliche Lösungen gefunden. Alex mit dem Biwaksack und hohen Wanderstiefeln, Rudi mit einem Tarp (Zeitpläne 3x3m) und niedrigen Wanderschuhen. Lustigerweise haben wir uns auch für identische Dinge entschieden wie den Rucksack und die lange Wanderhose, weil wir im gleichen Laden wohl beim identischen Verkäufer eingekauft haben.
Wie setzt sich unser Rucksack zusammen? Bei Rudi sieht es so aus:
  • Camping 1,9 kg (Tarp, Schlafsack, Matratze, Unterlage, Heringe, Kopfkissen, Schnüre)
  • Funktionsunterwäsche 1,1 kg (2 kurze Merino-T-Shirts, 2 lange Merino-T-Shirts, 3 kurze Unterhosen, 1 lange Unterhose)
  • Oberbekleidung 1,9 kg (lange und kurze Hose, Badehose, Fleecejacke, Radlerweste, Regenjacke und -hose, 3 Paar Socken, Cap, Handschuhe, Radlhandschuhe, 2 Schlauchtücher)
  • Hütte/Hotel 1,6 g (Hüttenschlafsack, Trekkingsandalen, Stirnlampe, Wäschebeutel, Handtuch, Messer, Einheit Löffel+Gabel, 5 Wäscheklammern, Bauchtasche, Geld, Ausweise)
  • Technik 0,7 kg (Handy, Zusatzakku, Armbanduhr, 2 Lese- und 1 Sonnenbrille)
  • Rucksack 1,3 kg (Rucksack, Regenhülle, kleiner Rucksack 22 l)
  • Wanderschuhe 0,85 kg und Wanderstöcke 0,55 kg
In der Summe sind dies 9,9 kg. Am Körper werden tagsüber 2,6 kg getragen (Schuhe, Bekleidung, Stöcke, bei Regen mehr). Für den Rucksack verbleiben 7,3 kg plus bis zu 2,75 l Wasser (= 2,9 kg) sowie die Diabetes-Ausrüstung von 0,8 kg. Maximal ist Rudis Rucksack also 11 kg schwer.
Die gesamte Ausrüstung ist in dry bags verpackt, wie das nachfolgende Foto von Alex zeigt:
Wie sieht nun die komplette Ausrüstung im Einzelnen aus? Hier die Ausrüstung von Alex:

Geplante Route mit Zeitplan im Überblick

Start ist am 15.05.2019 in Wien (Stephansdom) und die Ankunft in Nizza dürfte dann im September 2019 sein. Wir gehen aktuell von 120 Tagesetappen aus mit einer durchschnittlichen täglichen Weglänge von 18 km und 950 Höhenmetern. Alle 5-6 Tage planen wir einen Ruhetag.

Im Überblick die 11 Abschnitte/Fernwanderwege:
Wien bis Graz (Höhe Wand/nördlich vom Mürztal zum Semmering/südliches Mürztal und Fischbacher Alpen) – 13 Wandertage + 2 Ruhetage – 230 km, 9.300 Höhenmeter – 15.5.19 – 29.05.19
Graz bis Bleiburg (Lavantaler Alpen) – 6 Wandertage + 1 Ruhetag – 124 km, 4500 Höhenmeter – 30.05.19 – 05.06.19
Bleiburg bis Thörl Maglern (Karawankenweg 03) – 10 Wandertage + 2 Ruhetage – 167 km, 10.500 Höhenmeter – 06.06.19 – 17.06.19
Thörl Maglern bis Sexten Moos (Karnischer Friedensweg 403) – 9 Wandertage + 2 Ruhetage – 182 km, 9.500 Höhenmeter – 18.06.19 – 28.06.19
Sexten Moos bis Meran (Dolomiten) – 9 Wandertage + 2 Ruhetage – 135 km, 10.000 Höhenmeter – 29.06.19 – 09.07.19
Meran bis Poschiavo (Vinschgau/Puschlav) – 8 Wandertage + 2 Ruhetage – 120 km, 6.000 Höhenmeter – 10.07.19 – 19.07.19
Poschiavo bis Airolo (Bündnerland/zwischen Vorder- und Hinterrheintal/Valsertal/ Lukmanier/Südportal Gotthard) – 13 Wandertage und 3 Ruhetage – 227 km, 12.500 Höhenmeter – 20.07.19 – 04.08.19
Airolo bis Sant’Antonio (Beginn GTA/Simplongebiet/Walserland/Täler Piemont am Monte Rosa Massiv vorbei/Liskamm) – 12 Wandertage + 2 Ruhetage – 288 km 12.000 Höhenmeter – 05.08.19 – 18.08.19
Sant’Antonio bis Ceresole Reale (Monte Rosa/Canevese) – 11 Wandertage + 2 Ruhetage – 146 km, 10.500 Höhenmeter – 19.08.19 – 31.08.19
Ceresole Reale bis Chiazale (Valli di Lanzo/Okzitanien/Mon Visoland) – 16 Wandertage + 3 Ruhetage – 223 km, 15.000 Höhenmeter – 01.09.19 – 19.09.19
Chiazale bis Nizza (Dolomiten von Cuneo/westliche Seealpen/Parc Mercantur) – 12 Wandertage + 2 Ruhetage – 203 km, 12.000 Höhenmeter – 20.09.19 – 03.10.19
Hier der geplante Weg von Tag zu Tag im Detail:
https://alpenspaziergang2019home.files.wordpress.com/2019/03/geplante-route-von-wien-nizza-mit-datum.pdf
Aber wie schon gesagt: Der Plan wird nicht die Realität sein und ist halt nur ein (grober) Plan.

Dies ist eine vergleichbare Route, aber nicht unser tatsächlicher Weg. Wir gehen z.B. von Wien mehr nach Süden über Graz. Es macht die Route aber etwas anschaulicher.

Warum so weit und so lang ?

Weil wir nun Zeit haben. Weil es eine körperliche und emotionale Herausforderung ist. Um nach einem langen Berufsleben nicht in ein Loch zu fallen und wieder körperlich fit zu werden.
Weil wir 66 Jahre alt sind. Weil es Spaß macht, die Ausrüstung möglichst optimal zusammen zu stellen. Weil wir nicht wissen, was kommen wird und ob wir es überhaupt schaffen. Um nicht auf dem Sofa und vor dem Fernseher zu versauern. Um noch Ziele zu haben. Um unser Italienisch und Französisch zu verbessern. Um mal wieder ab und zu im Freien und unter freiem Himmel zu übernachten. Damit ich meinem Diabetes I weglaufen kann.
Weil Essen und Trinken in Österreich, Italien, der Schweiz und in Frankreich sehr gut sind … und wir viel davon brauchen. Um frische Luft, Sonne, Wind und Wetter mitzukriegen. Um auf einem Weg zu sein ohne festen Zeitplan und Pfad. Von Tag zu Tag. Um uns vor der Hausarbeit zu drücken. Um vielleicht zu erleben, was wichtig und was weniger bedeutsam ist. Um abends müde einschlafen zu können. Um nur mit wenigen Dingen auskommen. Um neugierig und offen zu bleiben und Dinge anzunehmen, die wir nicht verändern können. Um ausreichend langsam zu sein, damit wir das Ziel Nizza auch erreichen. Weil wir durch viele unterschiedliche und schöne Gegenden kommen.
Und weil auch die lange Zeit der Vorbereitung bis zum Start in Wien für den Wechsel aus dem Berufsleben in einen neuen Lebensabschnitt ganz wichtig ist.
Weil wir nichts zu verlieren haben. Und es soll ja auch nicht langweilig werden. Weil zu einem Weg auch ein Ziel gehört. Und, und und … wenn nicht jetzt, wann dann ?